Unsere Stadt soll schöner werden
Bereits ab den 1950er Jahren veränderte sich das Leverkusener Stadtbild: das “alte” Bayer-Kaufhaus, gebaut in der Kaiserzeit, wich einem Konsumtempel im Stil der fünfziger Jahre. Außerdem entstand das Stadthaus.
Ausführlich beschäftigen sich die Stadtplaner 1960 mit dem “neuen” Leverkusen und stellten die Bauprojekte vor. Die Stadt wuchs und neuen Wohngebiete wie Alkenrath, Rheindorf, Mathildenhof oder Steinbüchel mit einer eigenen Infrastruktur kamen hinzu. Fast jeden Tag wurde in Leverkusen der Richtkranz hochgezogen oder ein Grundstein gelegt. Detailiert waren auch die Pläen für die neue Stadtmitte – Neudeutsch “City” mit den Abschnitten A und C. Zahlreiche alte Häuser sollten für eine Ladenstadt weichen. Die zweite Ladenstadt wurde auf der grünen Wiese direkt in der Innenstadt geplant. Baugundstücke gab es genug. Die erste Einweihung wurde 1969 gefeiert. In den 1970er Jahren ging der Baureigen weiter: 1977 wurde das neue Rathaus eingweiht. Es stand nur rund 30 Jahre an seinem Platz und wich – wie auch das Bayer-Kaufhaus und Stadthaus – der “Rathaus”-Galerie.
Ein Bauprojekt wurde nie realisiert: der “Lindwurm”. Es sollte ein gigantisches Hochhaus von rund einem Kilometer sein, dass ungefähr zwischen Forum und Erholungshaus gebaut werden sollte. Die alte Bayer-Kolonie sollte dafür weichen, was aber ungeahnte Bürgerproteste hervorrief.